„Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen! – Aus Freunden werden Feinde“ lautet der Titel eines Theaterstücks mit Schüler:innen der Ederseeschule Herzhausen, das am Samstag, 28. Februar, sowie am Sonntag, 1. März, jeweils um 19 Uhr in der Synagoge Vöhl (Mittelgasse 9, 34516 Vöhl) aufgeführt wird.
Der Titel zitiert Hannah Arendt und bezieht sich auf den Eichmann-Prozess in Israel. Adolf Eichmann hatte – wie viele andere Täter – sein verbrecherisches Handeln damit gerechtfertigt, lediglich Befehle ausgeführt zu haben. Stephan Rumphorst hat das Stück auf Grundlage von Biografien Vöhler Jüdinnen und Juden entwickelt. Es zeigt, wie sich das Verhalten gegenüber jüdischen Bürger:innen veränderte und wie aus Sangesbrüdern, Sportkameraden und guten Freunden Gegner und schließlich Feinde werden konnten.
Acht Schülerinnen und vier Schüler aus den höheren Klassen der Ederseeschule Herzhausen bringen das Stück auf die Bühne. Musikalisch begleitet wird die Aufführung von der Kinderliedermacherin Beate Lambert, die im gesamten deutschsprachigen Raum tätig war und heute als Dichterin und Seminarleiterin arbeitet. Sie wird im Rahmen der Aufführung zwei Lieder singen.
Bereits am Freitag, 27. Februar, finden am Vormittag zwei geschlossene Vorstellungen für Schüler:innen der Ederseeschule in der Synagoge Vöhl statt. Ermöglicht wird das Projekt durch die Unterstützung des Netzwerks für Toleranz Waldeck-Frankenberg. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des BMFSFJ sowie des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“.
Anmeldungen sind über Anna Evers unter Tel. 05635-1022 oder per E-Mail an info@synagoge-voehl.de möglich. Der Eintritt beträgt bei Vorabüberweisung 10 Euro (Förderkreis Synagoge in Vöhl e.V., Sparkasse Waldeck-Frankenberg, IBAN DE48 5235 0005 0007 0515 01); an der Abendkasse – sofern noch Plätze verfügbar sind – 12 Euro.
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