Anlässlich des 85. Jahrestags der Einrichtung des Gettos Theresienstadt im November 1941 präsentiert die Universitätsbibliothek Gießen (UB) ab dem 15. Oktober 2026 die Ausstellung „Kunst gegen den Tod. Bilder aus Theresienstadt“. Die Bannerausstellung wurde von der Gedenkstätte Theresienstadt und dem Honorargeneralkonsul der Slowakischen Republik in Bad Homburg vor der Höhe, Imrich Donath, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa entwickelt. Sie widmet sich der künstlerischen Zeugenschaft zweier Holocaust-Überlebender: Alfred Kantor und Helga Weiss (Hošková-Weissová). Ihre während und unmittelbar nach der Haft entstandenen Zeichnungen dokumentieren eindringlich den Alltag und das Leid im Getto sowie in den Konzentrationslagern.
„Diese Bilder sind Zeugnisse von Mut und Menschlichkeit. Sie zeigen, dass selbst im dunkelsten Moment die schöpferische Kraft des Menschen weiterlebt“, erklärt Kurator Donath. Mit Blick auf die heutige Relevanz betont er: „In Theresienstadt wurde Kunst zum Akt des Widerstands. Jeder muss heute dazu beitragen, die Demokratie zu erhalten, es ist die Verantwortung der zweiten und dritten Generation, die Erinnerung muss weitergegeben werden.“
Zur feierlichen Eröffnung am 14. Oktober 2026, 17:30 Uhr in der UB (Otto-Behaghel-Straße 8, 35394 Gießen) wird herzlich eingeladen. Zur Begrüßung sprechen der Oberbürgermeister der Stadt Gießen, Frank-Tilo Becher, Prof. Sascha Feuchert, Imrich Donath, Honorargeneralkonsul der Slowakischen Republik, sowie Lawrence de Donges-Amiss-Amiss als Botschafter der European Jewish Association. Die musikalische Umrahmung erfolgt durch Georgi Kalaidjiev, Rova Yorulmaz und Marco Konrad.
Die Ausstellung ist anschließend vom 15. Oktober 2026 bis zum 6. Januar 2027 während der Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek zu sehen: täglich von 8:30 bis 23 Uhr (außer an Feiertagen).
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