Am Dienstag, dem 13. Oktober, stellt die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin Judith Hermann (*1970) ihr Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ (S. Fischer, 2026) im Hermann-Levi-Saal des Gießener Rathauses (Berliner Platz 1, 35390 Gießen) vor. Im Gespräch mit Falko Hennig von der Kempowski Gesellschaft spricht sie über Familiengeschichte, Erinnerung und die Frage, was verschwiegen und was erinnert wird.
In ihrem neuen Werk folgt Hermann den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner lange verleugneten Geschichte, reist von Polen aus weiter zu ihrer Schwester nach Neapel und geht dem Erinnern und Vergessen der folgenden Generationen nach. Dabei spürt sie das Verdrängte, die Leerstellen der Gesellschaft auf. Die Augsburger Allgemeine schreibt: „Hermann zeigt ohne Gnade, wie Erinnerungskultur bis heute scheitert. Diese Geschichte könnte auch in tausend anderen deutschen Familien spielen.“
Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Mitglieder des Literarischen Zentrums Gießen (LZG) und der Kempowski Gesellschaft erhalten Tickets ab 4 Euro. Zum Ticket-Shop gelangen Sie hier.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Arbeitsstelle Holocaustliteratur, des Literarischen Zentrums Gießen, der Kempowski Gesellschaft e. V., des Instituts für Germanistik der JLU Gießen und des Kulturamts der Stadt Gießen im Rahmen des Literaturfestivals Leseland Hessen. Mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie hr2-kultur.