am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

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Aktuelles

David Safier stellt am 9. Mai 2017 um 19 Uhr die Komödie von Jerzy Jurandot ′Die Liebe sucht eine Wohnung. Eine Komödie aus dem Warschauer Getto′ im Hermann-Levi-Saal im Rathaus der Stadt Gießen vor

Im März 2017 ist das Stück in der gemeinsamen Schriftenreihe der Arbeitsstelle Holocaustliteratur und der Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung zu Lich "Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur" im Metropol Verlag erschienen.

Es wurde im Januar 1942 im Femina-Theater im Warschauer Getto uraufgeführt. Jurandot, der literarische Leiter des Theaters, hatte dieses Stück auf Polnisch im Getto verfasst. Durch einen unglücklichen Zufall müssen sich zwei frisch verheiratete Paare ein Zimmer teilen. Es entspinnt sich vor dem immer wieder durchscheinenden Getto-Alltag eine Überkreuz-Beziehung zwischen den Ehepartnern. Jurandot führt in flotten Dialogen, satirischen Liedern und mit manchen Verwicklungen dem Publikum eine letztlich perspektivlose Liebe und Heiterkeit vor.
Nun ist das Stück erstmals auf Deutsch erschienen, herausgegeben von Markus Roth und David Safier, ergänzt um einen Aufsatz von Andrea Löw über Liebe und Humor sowie von Markus Roth über Theater im Warschauer Getto und über die beteiligten Schauspielerinnen und Schauspieler. David Safier hat zudem ein Vorwort zu dem Band geschrieben.

Ende März 2017 erscheint im Rowohlt Verlag ein E-Book mit einer Bearbeitung des Stücks von David Safier unter dem Titel „Die Liebe sucht ein Zimmer“. Safier hat die Komödie sprachlich behutsam überarbeitet sowie einen Prolog und einen Epilog ergänzt. Weitere Informationen zum E-Book finden sie hier.

Die Lesung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Arbeitsstelle Holocaustliteratur und des Literarischen Zentrums Gießen (LZG), die mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Gießen am 9. Mai 2017 um 19 Uhr im Hermann-Levi-Saal im Rathaus der Stadt Gießen stattfindet. Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Bestellen können Sie das Buch zum Beispiel auf der Homepage des Metropol-Verlags hier.


Interview mit Sascha Feuchert in der Gießener Allgemeinen Zeitung erschienen

In der Gießener Allgemeinen Zeitung ist am 7. März 2017 ein ausführliches Interview mit Sascha Feuchert erschienen. Darin erzählt Feuchert unter anderem wie er dazu kam, sich mit literarischen Zeugnissen des Holocaust zu befassen und von seiner Tätigkeit als Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur. Er spricht über den Stellenwert der Arbeitsstelle als eine "mit ihrer speziellen Konzentration auf Literatur" in Deutschland einmaligen Einrichtung. Die neue Professur, die Sascha Feuchert in Kürze antreten wird, wird die Arbeitsstelle "noch sichtbarer und wettbewerbsfähiger" machen, so Feuchert.

Zum Artikel in der Gießener Allgemeinen Zeitung gelangen Sie hier.

Artikel von Markus Roth in Zeit Geschichte erschienen

Unter dem Titel "Kein Deutscher bietet Hilfe an" ist in der aktuellen Ausgabe von Zeit Geschichte am 14. Februar 2017 ein Artikel von Markus Roth (Arbeitsstelle Holocaustliteratur) erschienen.
Er beschreibt darin, auch anhand zahlreicher Zitate von Zeitzeugen, wie schon ab 1933 und damit lange vor den Novemberpogromen 1938 die Juden systematisch isoliert, verfolgt und entrechtet wurden. "Ob Nachbarn, Patienten und Kunden sich aus Angst vor Nachteilen, aus Opportunismus oder Überzeugung distanzierten – das Ergebnis war das gleiche: Die Juden wurden isoliert. Die Überzeugung, dass sie fremd seien und anders, sickerte in weite Schichten der Gesellschaft ein", so fasst Roth an einer Stelle zusammen.
Den Link zur Ausgabe "Der Weg in den Holocaust " im Online-Shop von Zeit Online, wo das Heft erworben werden kann, finden Sie hier.

Wolfgang Benz und Markus Roth stellten in Berlin die Lebenserinnerungen von Ruth Barnett vor

Am 23. Februar 2017 sprachen der Historiker Wolfgang Benz (Berlin) und Markus Roth (Arbeitsstelle Holocaustliteratur) im Literaturforum im Brecht-Haus in Berlin über die Lebenserinnerungen von Ruth Barnett.

Die deutsche Übersetzung des Buches ist unter dem Titel "Nationalität: Staatenlos. Die Geschichte der Selbstfindung eines Kindertransportkindes" Anfang Dezember 2016 erstmals in der gemeinsamen Schriftenreihe der Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung und der Arbeitsstelle Holocaustliteratur "Studien und Materialen zur Holocaust- und Lagerliteratur" erschienen. 



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