am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

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Aktuelles

Lesung mit Alwin Meyer aus ′Vergiss Deinen Namen nicht. Die Kinder von Auschwitz′ am 8. November 2016

"Kinder in Auschwitz: Das ist der dunkelste Fleck im Meer der Leiden, der Verbrechen - des Todes mit seinen tausend Gesichtern", heißt es im Vorwort von Alwin Meyers Buch. In seinem 2015 erschienenen Werk erzählt Meyer die Lebensgeschichten von zahlreichen Kindern in Auschwitz, die er über Jahrzehnte hinweg gesucht hat. Die Geschichten sind das Resultat vieler langer Gespräche, manche der damals überlebenden Kinder erzählen zum ersten Mal von ihrer Kindheit im Lager.

Weitere Informationen zum Buch finden Sie auf den Seiten des Steidl-Verlages.

Im Anschluß an die Lesung, die in Kooperation mit der Lagergemeinschaft Auschwitz - Freundeskreis der Auschwitzer e.V. organisiert wird, wird es Gelegenheit zum Gespräch mit dem Publikum geben. Moderieren wird den Abend Annika Welle.

Die Lesung findet ab 19.30 Uhr in den Räumlichkeiten des Literarischen Zentrums Gießen (LZG) in der Kongresshalle, Südanlage 3a, 35390 Gießen statt.


Sascha Feuchert im Gespräch mit Radio Bremen

Sascha Feuchert, Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur und Vize-Präsident des deutschen PEN-Zentrums, war am 8. September 2016 ab 13.05 Uhr in einem etwa 30-minütigen Gepräch mit Radio Bremen in der Sendung 2 nach 1 zu hören.

Der Beitrag ist in der Mediathek des Senders aufrufbar.


Zweiter Band der Schriftenreihe der Arbeitsstelle Holocaustliteratur im Metropol Verlag erschienen

Unter dem Titel "Erzähl, was mit uns geschehen ist! - Erinnerungen an den Holocaust" sind im Metropol-Verlag die Erinnerungen von Mendel Szajnfeld in der Reihe "Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur" erschienen. Bearbeitet wurde das Buch von Simon Szajnfeld, aus dem Norwegischen übersetzt sowie mit einem Nachwort versehen von Elisabeth Turvold.

Mendel Szajnfeld berichtet in seinem Buch vom Holocaust in Polen und seinen ersten Jahren nach der Befreiung. Als junger Mann erlebte er Verfolgung und Zwangsarbeit in Działoszyce, im Südosten Polens, sowie als Häftling in Płaszów und anderen, bislang kaum beschriebenen Zwangsarbeitslagern. Mendel Szajnfeld zeichnet ein plastisches Bild vom dortigen Leben und Leiden abseits der bekannten Gettos und Lager. Ausführlich widmet er sich auch der Nachkriegszeit. Er erzählt vom Glück der Befreiung, von seinen kurzzeitigen Erfahrungen mit dem sowjetischen NKWD sowie vom verschlungenen Weg eines Überlebenden von Polen über Nachkriegsdeutschland bis nach Norwegen.


Zur Homepage des Metropol-Verlag gelangen Sie hier.

Mendel Szajnfeld: Erzähl, was mit uns geschehen ist! Erinnerungen an den Holocaust. Aus dem Norwegischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Elisabeth Turvold. Herausgegeben von Sascha Feuchert, Markus Roth und Kristine Tromsdorf. Berlin: Metropol 2016.


Tagebuchaufzeichnungen aus dem Getto Lodz/Litzmannstadt von Józef Zelkowicz im Wallstein Verlag erschienen

Unter dem Titel „In diesen albtraumhaften Tagen. Tagebuch aus dem Getto Lodz/Litzmannstadt, September 1942“ ist nun im Wallstein Verlag eines der eindrucksvollsten Zeugnisse jiddisch schreibender Autoren aus dem Holocaust erschienen.

Im Getto von Lodz/Litzmannstadt wurden ab Februar 1940 mehr als 200.000 Menschen zusammengepfercht. Bis Mai 1942 fielen rund 42.000 Menschen aus dem Getto im Vernichtungslager Kulmhof Vergasungen zum Opfer. Am 1. und 2. September 1942 wurden ohne Vorankündigung die Krankenhäuser des Gettos geräumt. Beteiligt waren neben dem jüdischen Ordnungsdienst deutsche Gestapo-, Kripo- und Schutzpolizeibeamte, die die Menschen brutal zusammentrieben.

Józef Zelkowicz (1897-1944) arbeitete im Getto im „Archiv des Judenältesten“ und gehörte seit Januar 1941 zu den Autoren der „Chronik“ des Gettos. Er wurde im August 1944 nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Mit diesem Band liegt nun erstmals in deutscher Sprache Józef Zelkowicz` Text zu den Räumungen und der darauf folgenden Deportation von fast 16.000 Männern, Frauen und Kindern vor. Herausgegeben und kommentiert wurde die gemeinsame Publikation der Arbeitsstelle Holocaustliteratur (Universität Gießen) und des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte in München von Angela Genger, Andrea Löw und Sascha Feuchert. Aus dem Jiddischen übersetzt wurde sie von Susan Hiep.



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