am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Vortrag an der AHL von Jörg Osterloh zum Thema ′Ausschaltung der Juden und des jüdischen Geistes. Nationalsozialistische Kulturpolitik 1920-1945′

26.11.2019

27. November 2019

Am 27. November um 18.30 Uhr wird Dr. Jörg Osterloh vom Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main an der AHL über den Ausschluss von Juden aus dem Kulturleben des Dritten Reichs sprechen. Der Vortrag unter dem Titel „Ausschaltung der Juden und des jüdischen Geistes. Nationalsozialistische Kulturpolitik 1920-1945“ will nach einer kurzen Skizze der kulturpolitischen Forderungen der NSDAP und deren ersten Einflussnahmen auf kommunaler Ebene sein Augenmerk vor allem auf die Kulturpolitik der Nationalsozialisten richten – zunächst in der Phase der Regierungsbeteiligungen auf Landesebene von 1930 bis 1932 und schließlich in der NS-Diktatur von 1933 bis 1945. Im Mittelpunkt steht die Ausschaltung zahlreicher aus politischen Gründen verfemter sowie aller jüdischen Künstler; daneben soll aber auch die in einem engen Kontext hiermit stehende Förderung ‚arischer‘ Künstler durch das NS-Regime thematisiert werden.

Jörg Osterloh hat nach seinem Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Hannover als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut an der TU Dresden gearbeitet. Er wurde 2004 zum Thema „Nationalsozialistische Judenverfolgung im Reichsgau Sudetenland 1938–1945“ promoviert und war anschließend Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neuste Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum sowie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Projekt „Flick im 20. Jahrhundert“. Seit 2008 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt am Main. 2020 erscheint von ihm im Campus-Verlag (Frankfurt am Main) die Monographie „Ausschaltung der Juden und des jüdischen Geistes. Nationalsozialistische Kulturpolitik 1920-1945".

Die Veranstaltung der Arbeitsstelle Holocaustliteratur findet am Mittwoch, den 27. November 2019, um 18:30 Uhr, in der Alten Universitätsbibliothek (Bismarckstraße 37, 35390 Gießen) in AUB 5 statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.


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Arbeitsstelle Holocaustliteratur
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