am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Podiumsdiskussion ′Vom Zeitzeugen zum ′Textzeugen′? Die Erinnerung an den Holocaust als Herausforderung für Schule und Bildungsarbeit′

05.09.2018

8. Oktober 2018

Wie kann das Nachdenken und Sprechen über den Holocaust zukünftig fortgesetzt werden, wenn die Generation der Zeitzeugen nicht mehr da sein wird? Diese Frage steht in engem Zusammenhang mit der Sorge, dass der gegenwärtige Erinnerungsdiskurs verstummt, insbesondere auch durch gegenwärtige Tendenzen, die ein Erstarken von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zeigen.
Die Überlegungen und Diskussionen über mögliche (neue) didaktische Konzepte betreffen im Augenblick vor allem den geschichtsdidaktischen Bereich an Schulen. Das Potenzial der Verbindung von historischem und literarischem Lernen bleibt hierbei oft unberücksichtigt. Doch gerade auch durch literarische Individualisierungen werden Einzelschicksale überhaupt erst fassbar. Das Podiumsgespräch "Vom Zeitzeugen zum 'Textzeugen'? Die Erinnerung an den Holocaust als Herausforderung für Schule und Bildungsarbeit" soll daher auf unterschiedliche Bildungsangebote eingehen und das Potenzial, die Herausforderungen und die Grenzen der Arbeit an und mit Werken der Holocaustliteratur diskutieren. Des Weiteren soll es um die Frage gehen, inwiefern die Auseinandersetzung mit dem Holocaust gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus einen Beitrag leisten kann.

Zu Gast auf dem Podium sind Ronald Hirte (Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora), Isabel Mücke (Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf) und Daniel Lörcher (Fanbeauftragter des BVB Dortmund).

Die Podiumsdiskussion ist Teil des von der Arbeitsstelle Holocaustliteratur organisierten Workshops "Vom Zeitzeugen zum Textzeugen? Literatur in der Gedenkstättenarbeit" (8. bis 9. Oktober 2018) und findet am 8. Oktober um 19 Uhr im Biologischen Hörsaal (Hauptgebäude der Justus-Liebig Universität) in der Ludwigstraße 23 in Gießen statt.

Die Veranstaltung ist als Fortbildungsangebot von der Hessischen Lehrkräfteakademie akkreditiert.
Der Eintritt ist frei.

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Arbeitsstelle Holocaustliteratur
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