am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Wanderausstellung in der Vitos Klinik Gießen-Marburg: „Erfasst, verfolgt, vernichtet: Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus“

30.04.2019

22. Mai bis 25. Juni 2019

Vom 22. Mai bis 25. Juni 2019 wird die Wanderausstellung „Erfasst, verfolgt, vernichtet: Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus“ in der Alten Cafeteria (Festsaal, Haus 125) in der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Gießen zu sehen sein.

Im Nationalsozialismus wurden bis zu 400.000 kranke und behinderte Menschen gegen ihren Willen zwangssterilisiert. Sie galten als Belastung für die deutsche 'Volksgemeinschaft'.  Bis zu 200.000 wurden in Heil- und Pflegeanstalten ermordet. Dies geschah inmitten der deutschen Gesellschaft. Die Wanderausstellung nimmt die Frage nach dem Wert des Lebens als Leitlinie und erzählt die Geschichte von Ausgrenzung, Zwangssterilisation und Massenmord mit Hilfe von exemplarischen Biografien. Des Weiteren geht es um die Auseinandersetzung mit dem Geschehen von 1945 bis heute.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Dienstag, den 21. Mai 2019, um 17:30 Uhr, in der Vitos Klink Gießen statt. Neben Grußworten der Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz sowie Prof. Dr. Christoph Mulert von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) wird es einen Vortrag zum Thema „Psychiatrie im Nationalsozialismus. Historische Kenntnisse, aktuelle Implikationen“ von Prof. Dr. Volker Roelcke (Institut für Geschichte der Medizin, JLU Gießen) geben.

Die Wanderausstellung der DGPPN wurde in Kooperation mit den Stiftungen Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Topographie des Terrors erstellt und ist seit 2014 national und international bisher an mehr als 59 Standorten zu sehen gewesen.

Weitere Informationen zur Wanderausstellung und zum Begleitprogramm in Gießen finden Sie hier.

 


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