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HOST=mysql.hrz.uni-giessen.de Arbeitsstelle Holocaustliteratur
Arbeitsstelle Holocaustliteratur am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen
DFG-Projekt: Edition der Lodzer Getto-Chronik


Die Arbeitsstelle Holocaustliteratur erforscht zusammen mit Kollegen aus Lodz im besonderen Maße die im Lodzer Getto entstandenen Aufzeichnungen über das Leben und Sterben von mehr als 200.000 Juden, die im Getto zwischen 1940 und 1944 unter extremsten Bedingungen ums Überleben kämpften. Im Mittelpunkt dieser Arbeit stand bislang die vollständige Edition der Lodzer Getto-Chronik. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt wurde im Oktober 2007 abgeschlossen: Die Chronik ist in fünf Bänden im Göttinger Wallstein-Verlag erschienen.

Vorher konnten bereits einige wichtige Teilprojekte beendet werden:

In Zusammenarbeit mit der Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung zu Lich und der RAG Essen hat die Arbeitsstelle Holocaustliteratur 2002 die Edition der "Reportagen" von Dr. Oskar Singer (1893-1944) abgeschlossen und jeweils eine deutsche und polnische Ausgabe fertiggestellt. In seinen Texten berichtet Singer über das "Leben" im Getto Lodz (Rezensionen).

Die deutsche Edition ist unter dem Titel "Im Eilschritt durch den Getto-Tag" im Berliner Philo-Verlag erschienen, eine polnische Ausgabe konnte ebenso der Öffentlichkeit vorgestellt werden - sie wurde im Verlag Oficyna Bibliofilow in Lodz unter dem Titel "Przemierzajac szybkim krokiem getto..." veröffentlicht (Pressestimmen zum Getto-Chronik-Projekt).

Die Singer-Editionen sind auch als Vorstudie zur Veröffentlichung der kompletten Getto-Chronik zu verstehen, an der Singer (oben im Foto rechts) als Autor - u.a. neben Dr. Oskar Rosenfeld (links im Bild) - ebenfalls verantwortlich mitarbeitete.

Leseprobe Oskar Singer: Der Tod von Litzmannstadt-Getto


Anlässlich des 60. Jahrestages der Liquidation des Lodzer Gettos wurde 2004 ein weiteres Teilprojekt beendet. Unter dem Titel "Letzte Tage. Die Lodzer Getto-Chronik Juni/Juli 1944" erschien im Wallstein-Verlag eine Ausgabe mit den kompletten Tageseinträgen bis zum Beginn der Deportationen aller Gettoinsassen in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Die Edition wurde gefördert von der Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung zu Lich und dem Auswärtigen Amt.

Leseprobe "Letzte Tage": Tageschronik vom 26. Juli 1944


An der Erstellung der deutschen und polnischen Chronik-Ausgaben, die neben historiographischen Anmerkungen auch literatur- und sprachwissenschaftliche Annotationen enthalten, sind Julian Baranowski M.A. (Staatsarchiv Lodz), Dr. Sascha Feuchert, Prof. Dr. Erwin Leibfried, Dr. Krystyna Radziszewska (Uniwersytet Lodzki), HD Dr. Jörg Riecke und Dr. Jacek Walicki (Uniwersytet Lodzki) beteiligt.


Die Getto-Chronik / Das Getto Lodz / Die Chronisten / Rezensionen / Pressestimmen


Aktuelles:
[24.11.2009] Arbeitsstelle trauert um Julian Baranowski
[24.04.2009] Förderverein der Arbeitsstelle Holocaustliteratur gegründet
[18.08.2008] Ausstellung der Chambré-Stiftung über das Leben von Hilda Stern Cohen
[10.04.2008] Aktuelle Besprechungen der Getto-Chronik