am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Vorträge

20.11.2013
Lesung mit Hilde Schramm zu Dora Lux
Die Universitätsbibliothek Gießen, die Professur für Allgemeine Erziehungswissenschaft und die Arbeitsstelle Holocaustliteratur laden am 20.11. zur Buchvorstellung von Hilde Schramm zu "Meine Lehrerin, Dr. Dora Lux" einDora Lux (1882-... mehr lesen
Die Universitätsbibliothek Gießen, die Professur für Allgemeine Erziehungswissenschaft und die Arbeitsstelle Holocaustliteratur laden am 20.11. zur Buchvorstellung von Hilde Schramm zu "Meine Lehrerin, Dr. Dora Lux" ein
Dora Lux (1882-1959) war eine der ersten wissenschaftlich ausgebildeten Lehrerinnen in Deutschland und gilt als Wegbereiterin des Frauenstudiums. In der Weimarer Republik gehörte die Jüdin zu den wenigen verheirateten Studienrätinnen. Gleichzeitig zog sie zwei Töchter groß. Obwohl sie 1933 umgehend Berufsverbot erhielt, publizierte sie bis 1936 regimekritische Artikel. Später verstieß sie gegen die gesetzliche Vorschrift, sich als Jüdin registrieren zu lassen. Sie überlebte und war nach 1945 bis ins hohe Alter als Geschichtslehrerin tätig. Sie beeindruckte viele Schülerinnen durch ihre Unabhängigkeit und Klugheit.
Zu diesen Schülerinnen gehörte auch Hilde Schramm. Sie wurde 1936 in Berlin geboren und ist die Tochter des Architekten und Rüstungsministers Albert Speer, der als Kriegsverbrecher beim Nürnberger Prozess zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde. Schramm wuchs in Heidelberg auf. Sie besuchte dort einige Zeit ein evangelisches Mädchengymnasium, das nach der Widerstandskämpferin Elisabeth von Thadden benannt ist. Dort wurde sie zwei Jahre bis zum Abitur 1955 im Fach Geschichte von Dora Lux unterrichtet.
Schramm studierte danach Germanistik, Latein, Erziehungswissenschaften und Soziologie. Sie promovierte an der Freien Universität Berlin, wo sie von 1972 bis 1982 in der Lehrerbildung tätig war. An der Technischen Universität Berlin habilitierte sie sich als Erziehungswissenschaftlerin. Für die Alternative Liste saß sie als Abgeordnete im Berliner Landesparlament. Sie setzt sich seit Jahrzehnten öffentlich für die Interessen der Opfer des Nationalsozialismus ein und ist?Mitbegründerin der "Stiftung Zurückgeben". 2004 erhielt sie den Moses-Mendelssohn-Preis für ihr Lebenswerk.
Hilde Schramm hat viele Jahre lang dem Leben von Dora Lux nachgeforscht und ihre Biographie zu Dora Lux 2012 im Rowohlt-Verlag unter dem Titel "Meine Lehrerin, Dr. Dora Lux" veröffentlicht.
Die Lesung findet am 20. November ab 19.00 Uhr im Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek (Philosophikum I, Otto-Behaghel-Str. 8, 35394 Gießen) statt.Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek (Philosophikum I, Otto-Behaghel-Str. 8 , 35394 Gießen)
28.10.2013
Vortrag und Lesung am 28.10. von Sascha Feuchert und Markus Roth zu Konrad Heidens Bericht Eine Nacht im November 1938
Seine Aufzeichnungen zur Reichspogromnacht begann der Journalist und Publizist Konrad Heiden (1901-1966) bereits wenige Wochen nach dem 9. November 1938. Der Bericht ist einer der frühesten Versuche einer Darstellung des "Zivilisationsbruch... mehr lesen
Seine Aufzeichnungen zur Reichspogromnacht begann der Journalist und Publizist Konrad Heiden (1901-1966) bereits wenige Wochen nach dem 9. November 1938. Der Bericht ist einer der frühesten Versuche einer Darstellung des "Zivilisationsbruchs" Reichspogromnacht. Mit Hilfe zahlreicher Berichte von jüdischen Augenzeugen und gestützt auf Zeitungsartikel der NS-Propaganda und der freien Welt schildert er ausführlich und packend die Vorgeschichte und die mörderischen Ereignisse jener Nacht im November 1938. Heidens Aufzeichnungen erschienen bereits 1939 in den USA, Frankreich und Schweden. Seit 2013 liegt der Bericht nun auch auf Deutsch vor. Herausgegeben wurde er von Sascha Feuchert, Markus Roth und Christiane Weber.
Hon.-Prof. Dr. Sascha Feuchert und Dr. Markus Roth stellen den Text auf Einladung des Fritz Bauer Instituts Frankfurt a.M. sowie des Jüdischen Museums Frankfurt a.M. am Montag, 28. Oktober 2013, ab 18.15 Uhr an der Goethe-Universität, Campus Westend, Casino, Raum 1.801 vor.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auch auf den Seiten des Jüdischen Museums Frankfurt a.M. hier sowie auf den Seiten des Fritz Bauer Instituts hier.Goethe-Universität, Campus Westend, Casino, Raum 1.801
26.06.2013
Dr. Susanne Urban vom International Tracing Service (ITS) berichtet über frühe Zeugnisse
Aussiedlung ... bedeutete die Vernichtung Frühe Aussagen Überlebender in den Beständen des International Tracing Service (ITS)Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Dr. Susanne Urban vom ITS am 26. Juni um 19.00 UhrIn ihrem Vortrag... mehr lesen

Aussiedlung ... bedeutete die Vernichtung Frühe Aussagen Überlebender in den Beständen des International Tracing Service (ITS)

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Dr. Susanne Urban vom ITS am 26. Juni um 19.00 Uhr

In ihrem Vortrag wird Susanne Urban die verschiedenen frühen Aussagen Überlebender in den Beständen des International Tracing Service (ITS) zunächst in einem Überblick präsentieren – darunter Statements von Überlebenden der Todesmärsche oder Erinnerungssplitter in Formularen der alliierten Fürsorgeinstitutionen.

Danach wird sie einen Bestand vorstellen, der mehr als 1.000 Fragebögen Überlebender beinhaltet. Diese Aussagen Überlebender sind manches Mal nüchtern und auf Fakten beschränkt, ein anderes Mal schickten die Überlebenden mehrseitige Briefe an den ITS – der diese Fragebögen entwarf, um mit Hilfe dieser Angaben u.a. ein Verzeichnis der nationalsozialistischen Haftstätten zu erstellen. Die an den ITS gesandten Informationen sind Beweise der frühen Erinnerung, des Verlusts, der Traumata und des Wunsches, dass nichts vergessen werden solle.

Die Historikerin Dr. Susanne Urban promovierte 2000 am Moses-Mendelssohn-Zentrum/Universität Potsdam. Von 1990 bis 2004 sowie 2007 bis 2009 war sie freie Mitarbeiterin des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, von 1994 bis 2004 Mitarbeiterin der Zeitschrift TRIBÜNE und 2004 Fellow Researcher am International Institute for Holocaust Research, Yad Vashem/ Jerusalem. Von 2004 bis 2009 arbeitete sie an der International School for Holocaust Studies, Yad Vashem/Jerusalem. Seit Mai 2009 ist sie Bereichsleiterin der Abteilung Forschung und Bildung im International Tracing Service (ITS) Bad Arolsen. Sie hat verschiedene wissenschaftliche und pädagogische Schriften zu Antisemitismus und Antizionismus, zu Displaced Persons, Kind-Überlebenden sowie der Jugend-Aliyah publiziert. Zudem ist sie Mitherausgeberin des Jahrbuchs des ITS.

Margarete-Bieber-Saal (Ludwigstr. 34, 35390 Gießen)
25.06.2013
Meine Identität ist die Zerrissenheit Halbjüdinnen und Halbjuden im Nationalsozialismus
Buchvorstellung und Gespräch mit Sonja Grabowsky und Gabriele OhligVerfolger der in der NS-Zeit als ′halbjüdisch′ klassifizierten Personen sprachen ihnen eine vollwertige Zugehörigkeit zur ′deutschen Volksgemeinschaft... mehr lesen

Buchvorstellung und Gespräch mit Sonja Grabowsky und Gabriele Ohlig

Verfolger der in der NS-Zeit als ′halbjüdisch′ klassifizierten Personen sprachen ihnen eine vollwertige Zugehörigkeit zur ′deutschen Volksgemeinschaft′ ab. Ihr Dasein ′dazwischen′ war auch nach 1945 keineswegs beendet und hat noch immer enorme Auswirkungen auf die Stigmatisierten. In welchem Ausmaß sich das bei den Betroffenen bis heute zeigt,  arbeitet Sonja Grabowsky in ihrem Buch "′Meine Identität ist die Zerrissenheit′. ′Halbjüdinnen′ und ′Halbjuden′ im Nationalsozialismus" (Psychosozial-Verlag) heraus. 

Sonja Grabowsky studierte Erziehungswissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal und promovierte am dortigen Fachbereich Bildungs- und Sozialwissenschaften als Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung. Seit Mai 2010 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft an der Justus-Liebig-Universität in Gießen.

Gabriele Ohlig (Jahrgang 1947), geb. Hatschek, ist die Tochter eines als ′Halbjude′ Verfolgten. Im gemeinsamen Gespräch zeigen Ohlig und Grabowsky am Beispiel von Gabriele Ohligs Familiengeschichte wie die Erfahrungen des Hin- und Hergerissenseins ehemaliger ′Halbjüdinnen′ und ′Halbjuden′ sich innerfamiliär niedergeschlagen haben. 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Arbeitsstelle Holocaustliteratur mit der Gesamtschule Gießen-Ost. Sie findet am 25.06.2013 um 19.00 Uhr in der Mediathek der Gesamtschule Gießen-Ost (Alter Steinbacher Weg 28 35394 Gießen) statt.

Die Gesamtschule Gießen-Ost formuliert in ihrem Schulprofil folgende Verpflichtung:

"Demokratische Erziehung fordert nicht zuletzt einen reflektierten Umgang mit der Vergangenheit sowie eine kritische Würdigung des Widerstandes gegen jede Form von Intoleranz und Unterdrückung. Demokratische Erziehung will und fördert die engagierte Beteiligung aller auf allen Ebenen."

Sie bekennt sich zu "Erforschung, Vermittlung und notwendigen Erinnerung an die verbrecherische Natur des Nationalsozialismus sowie zum ehrenden Gedenken an Opfer und mutige Menschen, die durch ihren Widerstand ein Vorbild für Zivilcourage und demokratisches Engagement geworden sind."

Gesamtschule Gießen-Ost
Alter Steinbacher Weg 28
35394 Gießen
Tel.: 0641/306300 -2/-3/-8
Fax 0641/49 49 97
Email: schulleitung@ostschule.de
Internet: www.ostschule.de

Mediathek der Gesamtschule Gießen-Ost (Alter Steinbacher Weg 28 35394 Gießen)
29.05.2013
Lesung und Gespräch mit Wolfgang Benz am 29.05.2013 anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Arbeitsstelle Holocaustliteratur
Die Geschichte Theresienstadts ist in besonderer Weise "eine Geschichte von Täuschung und Vernichtung". In seinem jüngsten Buch legt Wolfgang Benz die zum Teil bis heute wirksamen Lügen und Propagandatricks der Nationalsozial... mehr lesen

Die Geschichte Theresienstadts ist in besonderer Weise "eine Geschichte von Täuschung und Vernichtung". In seinem jüngsten Buch legt Wolfgang Benz die zum Teil bis heute wirksamen Lügen und Propagandatricks der Nationalsozialisten von vermeintlich besseren Lebensbedingungen in dem "Altersghetto" offen und stellt Theresienstadt als das dar, was es war: ein integraler Bestandteil der systematischen Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden. Auf Grundlage umfangreicher Zeugnisliteratur und Forschung zeichnet Benz ein facettenreiches Bild vom Leben und Hoffen der insgesamt 141.000 Juden im Getto, von Hunger, Deportation und Vernichtung. Nur 23.000 Menschen überlebten Theresienstadt.

Wolfgang Benz (geb. 1941) ist einer der renommiertesten Zeithistoriker der Bundesrepublik. Nach langjähriger Tätigkeit am Institut für Zeitgeschichte in München war er von Anfang der neunziger Jahre bis März 2012 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Schriften zur Geschichte des Nationalsozialismus, des Antisemitismus und Holocaust sowie zur deutschen Nachkriegsgeschichte und Vorurteilsforschung. Zuletzt u.a.: Die Feinde aus dem Morgenland. Wie die Angst vor den Muslimen unsere Demokratie gefährdet (C.H. Beck 2012); Deutsche Juden im 20. Jahrhundert. Eine Geschichte in Porträts (C.H. Beck 2011).

In einer Lesung und im anschließenden Gespräch mit Markus Roth (Arbeitsstelle Holocaustliteratur) stellt Wolfgang Benz am 29. Mai 2013 um 19 Uhr im Literarischen Zentrum Gießen (Kongresshalle, Südanlage 3a, 35390 Gießen) sein neues Buch "Theresienstadt. Eine Geschichte von Täuschung und Vernichtung" (281 Seiten, C.H. Beck 2013, 24,95 Euro) vor.

Mit der Veranstaltung feiert die Arbeitsstelle Holocaustliteratur gleichzeitig ihr 15-jähriges Bestehen.

Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!Literarisches Zentrum Gießen (Kongresshalle, Südanlage 3a, 35390 Gießen)
17.05.2013
Frühe Zeugnisse Überlebender. Texte, Autoren, Schichten der Erinnerung - Fortbildung in Bad Arolsen im Mai 2013
Am Freitag, den 17. Mai 2013, bieten  der International Tracing Service (ITS) und die Arbeitsstelle Holocaustliteratur gemeinsam eine Fortbildungsveranstaltung an, bei der die frühen Zeugnisse von Überlebenden im Fokus stehen und die ... mehr lesen

Am Freitag, den 17. Mai 2013, bieten  der International Tracing Service (ITS) und die Arbeitsstelle Holocaustliteratur gemeinsam eine Fortbildungsveranstaltung an, bei der die frühen Zeugnisse von Überlebenden im Fokus stehen und die verschiedenen Schichten der Erinnerungen in den Blick genommen werden. Anhand verschiedener Zugänge veranschaulicht der Workshop im ITS, dass die weit verbreitete Meinung, die Überlebenden von NS-Verfolgung und Holocaust hätten bis mindestens in die 1970er hinein geschwiegen, nicht aufrecht erhalten werden kann. Über Publikationen und die Dokumentenbestände des ITS werden Texte, Aussagen und  Bekundungen über das Erlittene und deren Autoren im Mittelpunkt stehen.
Die Fortbildung richtet sich an Multiplikatoren aus der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit.
Die Veranstaltung findet von 10 - 17 Uhr im ITS (Große Allee 5-9, 34454 Bad Arolsen) statt. Den Programmablauf finden Sie hier. Um schriftliche Anmeldung unter Assistenz Bereich Forschung und Bildung im ITS/ Frau Döhring und Frau Streubel: historical-education@its-arolsen.org wird gebeten. Auskünfte auch unter: Tel.: 05691- 629 321. Arbeitsstelle Holocaustliteratur: Tel. 0641-9929083, arbeitsstelle.holocaustliteratur@germanistik.uni-giessen.de
Akkreditiert beim Institut für Qualitätsentwicklung/ Amt für Lehrerbildung.

ITS Große Allee 5-9, 34454 Bad Arolsen
08.05.2013
Der vergessene Holocaust - Vortrag von Christiane Weber
Am Mittwoch, den 8. Mai 2013, wird Christiane Weber um 19 Uhr im Netanya Saal (Altes Schloss) des Oberhessischen Museums einen Vortrag zum Thema "Der vergessene Holocaust" - Die Vertreibung und Ermordung der Sinti und Roma im Nationalsozial... mehr lesen

Am Mittwoch, den 8. Mai 2013, wird Christiane Weber um 19 Uhr im Netanya Saal (Altes Schloss) des Oberhessischen Museums einen Vortrag zum Thema "Der vergessene Holocaust" - Die Vertreibung und Ermordung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus halten.

Oberhessisches Museum (Altes Schloss)
22.04.2013
Frankfurter Buchvorstellung mit Paula Sawicka und Sascha Feuchert: Die Liebe im Ghetto. Erinnerungen von Marek Edelmann
Am Montag, den 22. April 2013, veranstaltet das Fritz Bauer Institut in Kooperation mit dem Polnischen Institut Düsseldorf und der Arbeitsstelle Holocaustliteratur eine Buchvorstellung mit Autorin Paula Sawicka und Sascha Feuchert zu "Die L... mehr lesen

Am Montag, den 22. April 2013, veranstaltet das Fritz Bauer Institut in Kooperation mit dem Polnischen Institut Düsseldorf und der Arbeitsstelle Holocaustliteratur eine Buchvorstellung mit Autorin Paula Sawicka und Sascha Feuchert zu "Die Liebe im Ghetto. Erinnerungen von Marek Edelmann".

Über Marek Edelmann wird meistens im Zusammenhang mit dem Aufstand im Warschauer Ghetto gesprochen. Zweifellos war dies eine Zeit, die sein Leben prägte. In seinen Erinnerungen berichtete der Neunzigjährige jedoch über alle Stationen seines Lebens, die auch seine Opposition gegen die kommunistischen Machthaber in Polen und sein Engagement für Solidarno?? einschlossen. Mit knapp achtzig Jahren verwandte er sich für humanitäre Hilfe auf dem Balkan. 2008 erzählte er seine Lebensgeschichte Paula Sawicka, einer Mitarbeiterin, mit der ihn eine enge Freundschaft verband. Sie war es, die sie schließlich aufschrieb.
Die Veranstaltung beginnt um 18.15 und findet statt im Casino Gebäude am IG Farben-Haus der Goethe Universität Frankfurt (Campus Westend Grüneburgplatz 1, Raum 802). Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Casino Gebäude am IG Farben-Haus der Goethe Universität Frankfurt (Campus Westend Grüneburgplatz 1, Raum 802)
15.04.2013
Jiddisch-Konversation Sommersemester 2013 in Berlin
Im kommenden Sommersemester lädt Dr. Arnold Groh von der Technischen Universität Berlin zu jiddischen Gesprächsrunden ein. Seit 1997 treffen sich hier Freunde des Jiddischen und damit ist dies der älteste der im deutschen Sprachra... mehr lesen

Im kommenden Sommersemester lädt Dr. Arnold Groh von der Technischen Universität Berlin zu jiddischen Gesprächsrunden ein. Seit 1997 treffen sich hier Freunde des Jiddischen und damit ist dies der älteste der im deutschen Sprachraum bestehenden akademischen Jiddisch-Konversationskreise.

Für einen authentischen Austausch sind Muttersprachler und Lernende willkommen. Diese Konversationen berühren sprachliche, historische, kulturelle und weitere Aspekte. Weitere Informationen und Termine finden Sie hier

Berlin
24.01.2013
Veranstaltung mit Robert Kuwa?ek und Ewa Koper zur Gedenkstätte Be??ec
Robert Kuwa?ek, ehemaliger Leiter der Gedenkstätte Be??ec, und Ewa Koper, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte, werden am 24. Januar 2013 um 19.00 Uhr über das ehemalige Vernichtungslager Be??ec sprechen und ein neues Buch ... mehr lesen
Robert Kuwa?ek, ehemaliger Leiter der Gedenkstätte Be??ec, und Ewa Koper, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte, werden am 24. Januar 2013 um 19.00 Uhr über das ehemalige Vernichtungslager Be??ec sprechen und ein neues Buch zur Thematik vorstellen.

Das Werk, das Robert Kuwa?ek verfasst hat, wird in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk Stanis?aw Hantz e.V. im Berliner Metropolverlag Mitte Januar 2013 erscheinen. Es stellt die Geschichte des Vernichtungslagers dar und befasst sich vor allem auch mit den deutschen Tätern und ihren Helfern sowie deren strafrechtlicher Verfolgung. Thema ist auch die Entwicklung des Ortes nach 1944 bis hin zur Eröffnung einer Gedenkstätte im Jahre 2004.

Von März bis November 1942 wurden in den drei Vernichtungslagern der sogenannten "Aktion Reinhard" – Be??ec, Sobibór und Treblinka - mehr als  1,7 Millionen Jüdinnen und Juden  von deutschen Nationalsozialisten ermordet. Die Menschen wurden unmittelbar nach ihrer Ankunft in den Mordstätten mit Motorenabgas getötet.
Alle drei Lager liegen in abgelegenen Gegenden im heutigen Osten Polens. Das Morden begannen die Deutschen in Be??ec im März 1942. Hier starben etwa 600.000 Menschen. In Sobibór, heute direkt an der ukrainischen Grenze gelegen, wurden ab Mai 1942 mindestens 170.000 Menschen getötet. Der Mordfabrik Treblinka, 100 Kilometer östlich von Warschau, fielen ab Juli 1942 etwa 900.000 Menschen zum Opfer.
Bis zum heutigen Tage ist die Geschichte der drei Vernichtungslager in Deutschland weitgehend unbekannt. Die Publikation von Robert Kuwa?ek ist die erste deutsche Veröffentlichung zur Geschichte des Lagers Be??ec.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Arbeitsstelle Holocaustliteratur mit der Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung zu Lich sowie dem Bildungswerk Stanis?aw Hantz e.V. und der Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer e.V.

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

Multifunktionsraum GCSC (Campus Phil I) Alter Steinbacher Weg 38, 35394 Gießen
29.11.2012
Als der Holocaust noch keinen Namen hatte. Zur frühen Aufarbeitung des NS-Massenmordes an Jüdinnen und Juden
Vom 29.11.-1.12.2012 wird am Simon Wiesenthal Institut in Wien eine Tagung stattfinden, die sich mit dem Thema "Als der Holocaust noch keinen Namen hatte. Zur frühen Aufarbeitung des NS-Massenmordes an Jüdinnen und Juden" besch&au... mehr lesen
Vom 29.11.-1.12.2012 wird am Simon Wiesenthal Institut in Wien eine Tagung stattfinden, die sich mit dem Thema "Als der Holocaust noch keinen Namen hatte. Zur frühen Aufarbeitung des NS-Massenmordes an Jüdinnen und Juden" beschäftigen wird. 
Von der Arbeitsstelle Holocaustliteratur wird es gleich zwei Referenten geben, die an der Konferenz teilnehmen. Zum einen wird Anika Binsch einen Vortrag unter dem Titel "Produktions- bzw. Publikationsprozess früher Holocaust- und Lagerliteratur unter amerikanischer Besatzung von 1945 bis 1949" halten. Zum anderen wird sich Markus Roth in einem Vortrag mit den widerstreitenden Erinnerungsnarrativen in Ost und West und dem Warschauer Ghetto in der polnischen und deutschen Holocaust-Literatur von 1940-1950 befassen.Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien, Desider-Friedmann-Platz 1/18, 1010 Wien
21.11.2012
5th International Workshop (Lodz - Praha - Gießen)
Vom 21.-23.11.2012 findet an der JLU die mittlerweile fünfte Veranstaltung im Rahmen des gemeinsamen Forschungsprojekts der Universitäten Lodz, Prag und Gießen mit dem Titel "Holocaustliteratur und -kultur im polnisch-tschechisch... mehr lesen
Vom 21.-23.11.2012 findet an der JLU die mittlerweile fünfte Veranstaltung im Rahmen des gemeinsamen Forschungsprojekts der Universitäten Lodz, Prag und Gießen mit dem Titel "Holocaustliteratur und -kultur im polnisch-tschechisch-deutschen Vergleich" statt. Die Gießener Veranstaltung wird als vorerst letzte dieses Workshop-Zyklus die Holocaustliteratur und -kultur der vergangenen beiden Jahrzehnte spezieller in den Blick nehmen. Eröffnet wird die Veranstaltung am 21.11. mit einem Vortrag von Sascha Feuchert (Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur), in dem er sich mit dem Thema "′Darf man das?′ Grundsätzliche Bemerkungen zur fiktionalen Holocaustliteratur anhand dreier Romane zum Getto Lodz/Litzmannstadt von Leslie Epstein, Andrzej Bart und Steve Sem-Sandberg", auseinandersetzt.
Außerdem werden von der Arbeitsstelle Holocaustliteratur auch Markus Roth (Stellvertretender Leiter der Arbeitsstelle) und Aleksandra Bak als Referenten an dem Workshop teilnehmen. Markus Roth wird sich dabei mit dem Holocaust im deutschsprachigen Drama befassen, Aleksandra Bak wird Einblicke in die Trauma-Verarbeitung in "Das Mädchen im roten Mantel" von Roma Ligocka geben.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Die Vorträge werden überwiegend in englischer Sprache gehalten.
Das vollständige Programm des Workshops finden Sie hier.

Alexander-von-Humboldt-Haus (Gästehaus) Rathenaustraße 24A, 35394 Gießen
14.11.2012
Texte zu und aus dem Getto Lodz/Litzmannstadt - Vortrag von Markus Roth
Im Rahmen der Ringvorlesung "Deutschland und Polen. Jahrhunderte eines kulturellen Dialogs" wird Markus Roth (Stellvertretender Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur) einen Vortrag halten, der sich mit Texten zu und aus dem Getto Lodz... mehr lesen
Im Rahmen der Ringvorlesung "Deutschland und Polen. Jahrhunderte eines kulturellen Dialogs" wird Markus Roth (Stellvertretender Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur) einen Vortrag halten, der sich mit Texten zu und aus dem Getto Lodz/Litzmannstadt sowie deren Rezeption in Deutschland und Polen befassen wird.Philosophikum 1 (Hörsaal A3), Otto-Behaghel-Str. 10, 35394 Gießen
30.10.2012
Präsentation der Tagebücher Friedrich Kellners in Gotha
Am Dienstag, den 30. Oktober 2012, wird Dr. Markus Roth (Stellvertretender Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur) ab 19.30 Uhr die Tagebücher Friedrich Kellners vorstellen. Im Anschluss daran wird er mit dem Historiker Wolfgang Benz ü... mehr lesen
Am Dienstag, den 30. Oktober 2012, wird Dr. Markus Roth (Stellvertretender Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur) ab 19.30 Uhr die Tagebücher Friedrich Kellners vorstellen. Im Anschluss daran wird er mit dem Historiker Wolfgang Benz über die Entstehungsbedingungen des Zeitzeugendokuments, das vielfach mit den Tagebüchern Victor Klemperers verglichen wird, sprechen.Gothaer Tivoli, Am Tivoli 3, 99867 Gotha
02.06.2012
Markus Roth präsentiert Getto-Chronik in Potsdam
Im Rahmen des Workshops "Militärgeschichtliche Editionen heute" des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und der Universität Potsdam, wird Markus Roth einen Vortrag über die Edition der Chronik des Gettos Lodz/Litzmann... mehr lesen
Im Rahmen des Workshops "Militärgeschichtliche Editionen heute" des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und der Universität Potsdam, wird Markus Roth einen Vortrag über die Edition der Chronik des Gettos Lodz/Litzmannstadt halten. Dabei wird er sich auch mit dem Projekt der Digitalisierung des letzten Jahres der Getto-Chronik ausführlich befassen.
Die Tagung soll der Präsentation unterschiedlicher Quelleneditionen und der Auseinandersetzung mit neuen Medien dienen, denn gerade diese neuartigen Quellengruppen und Methoden sind es, welche die Entwicklung in den kommenden Jahren in diesem Forschungsfeld bestimmen werden.
Der Workshop findet am 1. und 2. Juni 2012 im Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam statt.Militärgeschichtliches Forschungsamt Haus 12, Hans-Meier-Welcker-Saal, Zeppelinstr. 127/128, 14471 Potsdam
22.05.2012
Präsentation der Tagebücher Friedrich Kellners in Wuppertal
Markus Roth, Mitherausgeber der Tagebücher Friedrich Kellners, wird das umfassende Zeitzeugendokument vorstellen und zahlreiche Hintergrundinformationen dazu liefern.Die Veranstaltung begleitet die aktuelle Ausstellung des Museums, die sich dem ... mehr lesen
Markus Roth, Mitherausgeber der Tagebücher Friedrich Kellners, wird das umfassende Zeitzeugendokument vorstellen und zahlreiche Hintergrundinformationen dazu liefern.
Die Veranstaltung begleitet die aktuelle Ausstellung des Museums, die sich dem Bildhauer Karl Röhrig widmet, der ebenso wie Friedrich Kellner während der NS-Zeit ein regimekritisches Tagebuch im Verborgenen führte.

Alle Interessierten sind herzlich Willkommen. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Von der Heydt-Museum, Turmhof 8, Wuppertal
13.11.2011
Buchpräsentation des Tagebuchs von Friedrich Kellner in Berlin
Sascha Feuchert stellt zusammen mit Julius Schoeps (Moses Mendelssohn-Institut) das Tagebuch Friedrich Kellners in der Buchhandlung Winter in Berlin vor. Buchhandlung Winter, Giesebrechtstraße 18, 10629 Berlin-Charlottenburg mehr lesen

Sascha Feuchert stellt zusammen mit Julius Schoeps (Moses Mendelssohn-Institut) das Tagebuch Friedrich Kellners in der Buchhandlung Winter in Berlin vor.

Buchhandlung Winter, Giesebrechtstraße 18, 10629 Berlin-Charlottenburg
10.11.2011
Präsentation des Tagebuchs von Friedrich Kellner bei der Lernnacht im Jüdischen Museum Frankfurt
Markus Roth präsentiert im Rahmen der Lernnacht des Jüdischen Museums Frankfurt das Tagebuch des Laubacher Justizinspektors Friedrich Kellner. Jüdisches Museum Frankfurt, Untermainkai 14/15, 60311 Frankfurt mehr lesen
Markus Roth präsentiert im Rahmen der Lernnacht des Jüdischen Museums Frankfurt das Tagebuch des Laubacher Justizinspektors Friedrich Kellner.

 

Jüdisches Museum Frankfurt, Untermainkai 14/15, 60311 Frankfurt
06.06.2011
Juden in Krakau unter deutscher Besatzung 1939-1945 - Buchpräsentation
Buchpräsentation mit Andrea Löw und Markus RothTrotz des weltweiten Erfolgs von Steven Spielbergs Film »Schindlers Liste« und trotz des allgemein großen Interesses an der Geschichte der Juden in Krakau, ist immer noch relativ wenig &u... mehr lesen
Buchpräsentation mit Andrea Löw und Markus Roth

Trotz des weltweiten Erfolgs von Steven Spielbergs Film »Schindlers Liste« und trotz des allgemein großen Interesses an der Geschichte der Juden in Krakau, ist immer noch relativ wenig über das Leben und den Alltag der verfolgten Menschen selbst bekannt.
Andrea Löw und Markus Roth schildern erstmals ausführlich die Geschichte und Geschichten der Menschen eines der größten Gettos in Polen. Auf der Grundlage zahlreicher Tagebücher, Erinnerungsberichte und Dokumente zeichnen sie ein wissenschaftlich fundiertes und plastisches Bild vom jüdischen Leben in der Hauptstadt des besetzten Polen. Im Mittelpunkt ihrer Darstellung steht keine Masse anonymer und vermeintlich passiver Opfer, sondern Menschen, die als Individuen denken, fühlen und handeln.

Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main
04.05.2011
Juden in Krakau unter deutscher Besatzung 1939-1945 - Buchpräsentation
Buchpräsentation mit Markus RothTrotz des weltweiten Erfolgs von Steven Spielbergs Film »Schindlers Liste« und trotz des allgemein großen Interesses an der Geschichte der Juden in Krakau, ist immer noch relativ wenig über das Leben un... mehr lesen
Buchpräsentation mit Markus Roth

Trotz des weltweiten Erfolgs von Steven Spielbergs Film »Schindlers Liste« und trotz des allgemein großen Interesses an der Geschichte der Juden in Krakau, ist immer noch relativ wenig über das Leben und den Alltag der verfolgten Menschen selbst bekannt. Andrea Löw und Markus Roth schildern erstmals ausführlich die Geschichte und Geschichten der Menschen eines der größten Gettos in Polen. Auf der Grundlage zahlreicher Tagebücher, Erinnerungsberichte und Dokumente zeichnen sie ein wissenschaftlich fundiertes und plastisches Bild vom jüdischen Leben in der Hauptstadt des besetzten Polen. Im Mittelpunkt ihrer Darstellung steht keine Masse anonymer und vermeintlich passiver Opfer, sondern Menschen, die als Individuen denken, fühlen und handeln.

Veranstaltung des Fördervereins der Arbeitsstelle Holocaustliteratur in Kooperation mit dem Literarischen Zentrum Gießen.

Literarisches Zentrum Gießen, Lonystr. 2 (Kongreßhalle), Gießen
28.03.2011
Juden in Krakau unter deutscher Besatzung 1939-1945 - Buchpräsentation
Buchpräsentation von Andrea Löw und Markus RothTrotz des weltweiten Erfolgs von Steven Spielbergs Film »Schindlers Liste« und trotz des allgemein großen Interesses an der Geschichte der Juden in Krakau, ist immer noch relativ wenig &u... mehr lesen
Buchpräsentation von Andrea Löw und Markus Roth

Trotz des weltweiten Erfolgs von Steven Spielbergs Film »Schindlers Liste« und trotz des allgemein großen Interesses an der Geschichte der Juden in Krakau, ist immer noch relativ wenig über das Leben und den Alltag der verfolgten Menschen selbst bekannt.
Andrea Löw und Markus Roth schildern erstmals ausführlich die Geschichte und Geschichten der Menschen eines der größten Gettos in Polen. Auf der Grundlage zahlreicher Tagebücher, Erinnerungsberichte und Dokumente zeichnen sie ein wissenschaftlich fundiertes und plastisches Bild vom jüdischen Leben in der Hauptstadt des besetzten Polen. Im Mittelpunkt ihrer Darstellung steht keine Masse anonymer und vermeintlich passiver Opfer, sondern Menschen, die als Individuen denken, fühlen und handeln.

Die Veransatltung findet in Kooperation mit dem Freundeskreis des Lehrstuhls für Jüdische Geschichte und Kultur sowie dem NS-Dokumentationszentrum München statt.

LMU München (Historisches Seminar, Lehstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur), Geschwister-Scholl-Platz 1, München
16.02.2011
Auschwitz überleben – und es doch nie verlassen können.-Spuren Überlebender in den Archiven des International Tracing Service
Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Dr. Susanne Urban26.000 Tausend laufende Meter an Dokumenten über Opfer der Naziverfolgung füllen die Regale im International Tracing Service (IST) in Bad Arolsen. Dr. Susanne Urban, Leiterin der H... mehr lesen
Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Dr. Susanne Urban

26.000 Tausend laufende Meter an Dokumenten über Opfer der Naziverfolgung füllen die Regale im International Tracing Service (IST) in Bad Arolsen. Dr. Susanne Urban, Leiterin der Historischen Forschungsabteilung, spricht am Mittwoch, 16. Februar 2011, über die Geschichte des ITS und das dort archivierte Material, das Aufschluss über die Schicksale von mehr als 17,5 Millionen Personen gibt. Den Schwerpunkt ihres Vortrags bildet die Rekonstruktion der Geschichten von Menschen, die nach der Shoah durch die alliierten Streitkräfte 1945 befreit wurden – die Schicksale sogenannter "displaced persons".

Die Veranstaltung wird vom Netzwerk für politische Bildung, Kultur und Kommunikation e.V., der Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der Universität Gießen in Kooperation mit dem International Tracing Service (ITS) Bad Arolsen und mit Unterstützung der Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung organisiert. Der Eintritt ist frei.

Was bedeutet Freiheit für die Überlebenden des Holocaust? Was bedeutet Freiheit für die Menschen, deren Familien und Freunde verfolgt, gedemütigt, verschleppt und ermordet wurden? Was bedeutet Freiheit für diejenigen, die die nationalsozialistischen Arbeits- und Vernichtungslager überlebten und sich nach dem Ende der Nazi-Diktatur – fern ihrer Heimat – auf dem damaligen Gebiet Deutschlands befanden?

Dr. Urban fokussiert auf der Basis historischer Dokumente Möglichkeiten, diese Fragen zu beantworten. Es wird ersichtlich, inwiefern derartige Quellen, wie sie das ITS archiviert, für die historische Forschung wie auch erziehungswissenschaftliche, literarturdidaktische und andere Disziplinen unersetzlich sind: diese Dokumente bieten die Möglichkeit, Menschen aus der Anonymität der Masse der Opfer herauszuholen und ihren individuellen Lebensweg nachzuzeichnen. Seit November 2007 sind diese an Umfang und Bedeutung einzigartigen Bestände der Allgemeinheit zu Forschungszwecken zugänglich.

Termin: Mittwoch, 16.Februar 2011, 19 Uhr
Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstraße 34, 35390 Gießen

08.11.2010
Herrenmenschen. Nationalsozialistische Besatzungspolitik in Polen 1939-1945
Terror, Ausbeutung und Vernichtung prägten die Besatzungsherrschaft in Polen - mit fatalen Folgen für die Bevölkerung. Hunderttausende Polen wurden vertrieben, um Teile des Landes zu germanisieren. Männer, Frauen und Kinder wurden... mehr lesen

Terror, Ausbeutung und Vernichtung prägten die Besatzungsherrschaft in Polen - mit fatalen Folgen für die Bevölkerung. Hunderttausende Polen wurden vertrieben, um Teile des Landes zu germanisieren. Männer, Frauen und Kinder wurden zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert. Im gesamten Land installierten die Nationalsozialisten einen Unterdrückungsapparat, um die Ressourcen auszubeuten und die Menschen zu kulturlosen Arbeitssklaven zu degradieren. In dem Vortrag zeichnet Markus Roth die Grundzüge der NS-Besatzungspolitik nach und richtet den Fokus auf ihre Folgen für die Bevölkerung sowie deren Reaktionen.

Offene Akademie der Volkshochschule München, Kulturzentrum Gasteig
14.06.2010
Chronisten der Gettos Litzmannstadt und Warschau Vortrag von Dr. Andrea Löw
Am Montag, dem 14. Juni hält Dr. Andrea Löw um 19 Uhr im Margarete-Bieber-Saal in der Ludwigstraße 34 (Gießen) einen Vortrag über "Chronisten des Gettos - Dokumentationstätigkeit in Litzmannstadt und Warschau"... mehr lesen

Am Montag, dem 14. Juni hält Dr. Andrea Löw um 19 Uhr im Margarete-Bieber-Saal in der Ludwigstraße 34 (Gießen) einen Vortrag über "Chronisten des Gettos - Dokumentationstätigkeit in Litzmannstadt und Warschau".

Dr. Andrea Löw ist Historikerin in der Berliner Außenstelle des Instituts für Zeitgeschichte und arbeitet in dem Editionsprojekt "Verfolgung und Ermordung der Juden". Vorher war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Arbeitsstelle Holocaustliteratur und dort vor allem an der Edition der Chronik des Gettos Lodz/Litzmannstadt beteiligt. Sie hat zahlreiche Publikationen zur Geschichte der Verfolgung und Ermordung der Juden vorgelegt u.a. eine wegweisende Monographie über "Juden im Getto Litzmannstadt".

Der Eintritt ist frei und alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Margarete-Bieber-Saal in der Ludwigstraße 34 (Gießen)
09.06.2010
Die Edition der Lodzer Ghetto-Chronik und ihre Medialisierung als Spiegel medialer Transformationen des Holocaust
Universität Bonn mehr lesen
Universität Bonn
23.04.2010
Vom Unfassbaren erzählen müssen. Holocaust- und Lagerliteratur 1945-1949
Der dreiteilige Workshop zum Thema "Vom Unfassbaren erzählen müssen. Holocaust- und Lagerliteratur 1945-1949" im Rahmen der Seminarreihe "Entdecken und Verstehen. Bildungsarbeit mit Zeugnissen von Opfern des Nationalsozialism... mehr lesen

Der dreiteilige Workshop zum Thema "Vom Unfassbaren erzählen müssen. Holocaust- und Lagerliteratur 1945-1949" im Rahmen der Seminarreihe "Entdecken und Verstehen. Bildungsarbeit mit Zeugnissen von Opfern des Nationalsozialismus" der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft, Teil 4: Autobiographische Zeugnisliteratur", in Kooperation mit der Arbeitsstelle Holocaustliteratur, Berlin 23./24.4.2010.

Berlin
14.12.2009
Chronist der Verblendung - Friedrich Kellners Tagebücher
Chronist der Verblendung - Friedrich Kellners Tagebücher. Eröffnungsvortrag zur Ausstellung "Die Last der ungesagten Worte. Die Tagebücher von Friedrich Kellner 1938/39-1945", Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin, 14.12.2009.Berl... mehr lesen

Chronist der Verblendung - Friedrich Kellners Tagebücher. Eröffnungsvortrag zur Ausstellung "Die Last der ungesagten Worte. Die Tagebücher von Friedrich Kellner 1938/39-1945", Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin, 14.12.2009.

Berlin
16.07.2009
Abrechnung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in der DDR-Literatur - Vortrag von Dr. Elzbieta Kapral
Vortrag Dr. Elzbieta Kapral (Universität Lodz): "Abrechnung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in der DDR-Literatur" am 16.07. von 12-14 Uhr in Raum C 29 an der JLU GießenJLU Gießen, Philosophikum 1, Raum C29 mehr lesen

Vortrag Dr. Elzbieta Kapral (Universität Lodz): "Abrechnung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in der DDR-Literatur" am 16.07. von 12-14 Uhr in Raum C 29 an der JLU Gießen

JLU Gießen, Philosophikum 1, Raum C29
03.03.2007
Der letzte Zug - Filmvorführung und Diskussion mit Hans-Jürgen Silbermann
Vorführung des Kinofilms "Der letzte Zug" mit anschließender Diskussion mit Schauspieler Hans-Jürgen Silbermann im März 2007 im Licher Traumstern KinoDie Presseberichte aus dem Gießener Anzeiger vom 07.0... mehr lesen
Vorführung des Kinofilms "Der letzte Zug" mit anschließender Diskussion mit Schauspieler Hans-Jürgen Silbermann im März 2007 im Licher Traumstern Kino
Die Presseberichte aus dem Gießener Anzeiger vom 07.03.2007 und der Gießener Allgemeinen Zeitung vom 05.03.2007 finden Sie in unserem Pressearchiv.Kino Traumstern Lich
27.01.2007
Es war alles ganz anders - Vortrag von Staatsanwalt a.D. Wolfram Wiesemann über die Frankfurter Auschwitz-Prozesse
"Es war alles ganz anders" - Vortrag von Staatsanwalt a.D. Wolfram Wiesemann über die Frankfurter Auschwitz-ProzesseDen Pressebericht finden Sie in unserem Archiv: "Der Auschwitz-Prozess war eine Tortur für die Zeugen" vom 30.01.2... mehr lesen

"Es war alles ganz anders" - Vortrag von Staatsanwalt a.D. Wolfram Wiesemann über die Frankfurter Auschwitz-Prozesse

Den Pressebericht finden Sie in unserem Archiv:

"Der Auschwitz-Prozess war eine Tortur für die Zeugen" vom 30.01.2007

Kulturzentrum Bezalel Synagoge Lich
29.06.2006
Kempowski und sein Werk Echolot - Vortrag von Prof. Dr. Carla Damiano
Vortrag Prof. Dr. Carla Damiano (Eastern Michigan University): "Kempowski und sein Werk ′Echolot′" am 29.6.2006 um 18 Uhr im Georg-Büchner-Saal der Alten Universitätsbibliothek in GießenDen Presseberich... mehr lesen
Vortrag Prof. Dr. Carla Damiano (Eastern Michigan University): "Kempowski und sein Werk ′Echolot′" am 29.6.2006 um 18 Uhr im Georg-Büchner-Saal der Alten Universitätsbibliothek in GießenDen Pressebericht aus dem Gießener Anzeiger vom 04.07.2006 finden Sie in unserem Pressearchiv.Alte Universitätsbibliothek Gießen, Georg Büchner Saal
15.02.2006
Juden in Oswiecim 1918 bis 1941 - Vortrag von Lucyna Filip
Vortrag Lucyna Filip (Gedenkstätte Auschwitz Birkenau): "Juden in Oswiecim 1918 bis 1941" im Februar 2006 an der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der JLUDen Pressebericht aus dem Gießener Anzeiger vom 17.02.2006 finden ... mehr lesen

Vortrag Lucyna Filip (Gedenkstätte Auschwitz Birkenau): "Juden in Oswiecim 1918 bis 1941" im Februar 2006 an der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der JLU

Den Pressebericht aus dem Gießener Anzeiger vom 17.02.2006 finden Sie in unserem Pressearchiv.


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